Ökologische Landwirtschaft
Das Bewusstsein für gesunde Ernähung ist in den vergangenen Jahren weltweit und in fast allen Gesellschaftskreisen deutlich gestiegen.
Damit ist auch die ökologische Landwirtschaft aus ihrem jahrzehntelangen Schattendasein ins Rampenlicht gerückt.
Sie glänzt mit zweistelligen Wachstumsraten. Im Jahr 2008 stieg der Umsatz mit ökologischen Produkten um rund 10 Prozent auf rund 5,8 Milliarden Euro. Damit ist Deutschland zwar mit fast 30 Prozent der mit Abstand größte europäische Absatzmarkt für Bio-Produkte, die Marktdurchdringung ist jedoch im Vergleich zu Ländern wir Österreich und Schweiz noch gering. Der Anteil am gesamten deutschen Lebensmittelmarkt liegt noch unter zehn Prozent. In anderen Ländern ist er schon bei 30 Prozent. Ein Bereich der gemäß einer Studie der Unternehmensberatung Ernst&Young bis 2020 auch in Deutschland erreichbar ist. So sind in Deutschland Segmente wie Snacks oder Rindfleisch kaum erschlossen.
Das Flächenwachstum hält mit der Nachfrage nicht Schritt 
Der gestiegene Wunsch der Verbraucher nach Lebensmitteln aus ökologischem Anbau hat Landwirte bewogen, mehr anzubauen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat errechnet, dass die Zahl der Betriebe, die ökologischen Anbau betreiben, zwischen 1999 und 2008 von rund 9.600 Unternehmen auf etwa 19.800 gestiegen ist. Das Flächenwachstum konnte jedoch auch in 2008 bei weitem nicht mit dem Nachfrageanstieg mithalten. Dem zweistelligen Wachstum des Bio-Marktes standen lediglich rund fünf Prozent mehr Ackerland als 2007 gegenüber. Die Fläche, auf der Agrarrohstoffe nach ökologischen Gesichtspunkten angebaut werden, entspricht einem Anteil von 5,4 Prozent an der gesamten landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche in Deutschland.



