Ackern für's Leben

KTG Agrar knackt die 30.000-Hektar-Marke

- Winteraussaat gut durch die kalte Jahreszeit gekommen

- Abgesicherte Kosten für Betriebsstoffe versprechen gute Marge für 2010

- Biogas wird zum Wachstumstreiber in 2010 und 2011

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Hamburg, den 10. März 2010 – Die KTG Agrar AG (ISIN: DE000A0DN1J4) baut ihre Position als eines der führenden europäischen Landwirtschaftsunternehmen konsequent aus: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Anbaufläche um 3.500 Hektar. Damit stehen der auf den Anbau von ökologischen und konventionellen Marktfrüchten wie Getreide, Mais und Raps spezialisierten Gesellschaft für die Saison 2010 30.500 Hektar zur Verfügung – eine Fläche so groß wie rund 41.000 Fußballfelder. Von der Gesamtfläche befinden sich 5.700 im Eigentum von KTG Agrar. Die übrigen sind langfristig für mehr als zehn Jahre gepachtet. „Mit der Marke von 30.000 Hektar haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Zwar ist Größe allein kein Erfolgsgarant, aber wir können die größten und effizientesten Landmaschinen einsetzen, direkt bei den Düngemittel- und Maschinenherstellern einkaufen und ohne Zwischenhändler an die führenden Verarbeiter liefern“, sagt Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar. „Das stabilisiert unsere Marge nachhaltig.“

Für das Jahr 2010 ist das Hamburger Landwirtschaftsunternehmen zuversichtlich. Siegfried Hofreiter: „Wir werden im laufenden Jahr bei Gesamtleistung und Gewinn weiter zulegen.“ Mit dem Flächenwachstum hat KTG Agrar dafür bereits eine wesentliche Grundlage geschaffen. Zudem ist das im Herbst ausgesäte Wintergetreide unter der dicken Schneedecke gut durch die kalten Monate gekommen und die Gesellschaft hat sich frühzeitig mit den nötigen Betriebsstoffen eingedeckt. Der Bedarf an Stickstoff ist für das Jahr 2010 bereits gedeckt, der an Diesel weitestgehend. Bei Kali besteht ebenfalls kein zwingender Handlungsbedarf mehr. „Wir erwarten daher beim Verkauf der Ernte 2010 eine stabile Marge“, so Siegfried Hofreiter. Darüber hinaus profitiert die Gesellschaft auf der Kostenseite von dem Betrieb eigener Biogasanlagen. So ist der dort entstehende Gärrest ein hervorragender natürlicher Dünger. Die Folge: Die Abhängigkeit von zugekauften Düngemitteln wird reduziert.

Das Biogassegment wird in den Jahren 2010 und 2011 der Wachstumstreiber des Unternehmens sein. Auch hier hat KTG Agrar die Weichen bereits gestellt. Bis Mitte des Jahres soll die Produktionskapazität auf rund 14 Megawatt (MW) erhöht werden. In Flechtingen ist eine 3,2 MW-Biogasanlage seit Jahresanfang am Netz. Eine 3,2 MW-Anlage befindet sich in Seelow im Bau. Sie soll bis zum Sommer fertig gestellt werden.

„Die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Biogasanlagen mit unserem integrierten Konzept sind derzeit ideal. Das wollen wir nutzen und weiter investieren“, erklärt Siegfried Hofreiter. Ziel ist, bis 2012/2013 rund 20 MW am Netz zu haben und damit dann jährlich rund 30 Millionen Euro umzusetzen. Aufgrund des integrierten Konzepts erzielt KTG Agrar in diesem Segment eine EBIT-Marge von mehr als 20 Prozent. So werden durch die Verbindung von Marktfruchtanbau und Biogasproduktion erhebliche Synergien erzielt. Da sich die Anlagen auf den Landwirtschaftsbetrieben befinden, können die Einsatzstoffe in direkter Umgebung angebaut werden. Neben Energiemais werden auch landwirtschaftliche Stoffe wie Gras und Stroh verwendet. An Bedeutung gewinnt zudem der Zweitfruchtanbau. Nach der Getreideernte im Sommer werden Hirse und Kleegras ausgesät und im November geerntet. Durch diese zwei Ernten pro Jahr können die teuren Maschinen wesentlich länger genutzt werden. Schon in wenigen Jahren sollen die Biogasanlagen ganz überwiegend mit Gras und Zweitfrüchten „gefüttert“ werden. Siegfried Hofreiter: „Die Biogasbranche ist noch jung. Durch technischen und züchterischen Fortschritt wird die Effizienz weiter steigen und damit auch unsere Marge.“

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