Ackern für's Leben

KTG Agrar: Mit Vollgas ins neue Jahr

- Neue 3,2-MW-Biogasanlage am Netz

- Baubeginn für weitere 3,2-MW-Gaseinspeisungsanlage steht kurz bevor

- Umsatzsteigerung von rund sieben Millionen Euro allein im Biogassegment

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Hamburg, den 19. Januar 2010 – „Auch in 2010 geben wir Vollgas, um unsere Gesamtleistung und unseren Gewinn kräftig zu steigern“, blickt Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender der KTG Agrar AG [ISIN: DE000A0DN1J4], zuversichtlich ins neue Jahr. Das Hamburger Landwirtschaftsunternehmen bewirtschaftet mehr als 29.000 Hektar Ackerland in Ostdeutschland und Litauen. Darauf baut KTG Agrar ökologische und konventionelle Agrarrohstoffe wie Getreide, Mais und Raps an. Die Biogasproduktion ist das dritte Segment der Gesellschaft. Sie wird im laufenden Jahr wesentlich zum kräftigen Wachstum beitragen. Der erste Schritt ist bereits gelungen: Pünktlich zum Jahreswechsel ist in Flechtingen, Sachsen-Anhalt, eine neue Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 3,2 Megawatt (MW) ans Netz gegangen. Das Biogas wird über ein Mikrogasnetz in vier modernen Blockheizkraftwerken verstromt und in das öffentliche Netz eingespeist. Mit der Wärme werden rund 150 Haushalte in Flechtingen sowie die örtliche Schule, ein Kindergarten und eine private Rehabilitationsklinik versorgt. Damit betreibt KTG Agrar derzeit Biogasanlagen mit einer Kapazität von insgesamt rund elf Megawatt.

Eine weitere Biogasanlage wird bis Mitte des Jahres in Seelow entstehen. Die Planungen für eine 3,2-MW-Anlage östlich von Berlin sind abgeschlossen und die Genehmigungen liegen bereits vor. Bei dem neuen Projekt handelt es sich um die erste Bioerdgasanlage von KTG Agrar. Das Biogas wird auf Erdgasqualität aufbereitet und anschließend in das regionale Gasnetz von eingespeist. Auch in Seelow setzt das Unternehmen auf sein integriertes Konzept: Es werden ausschließlich eigene Einsatzstoffe verwendet. Neben Maissilage sind das landwirtschaftliche Reststoffe wie Gras und Stroh. Darüber hinaus setzt KTG Agrar als „Futter“ für die Biogasanlagen zunehmend auf den Zweitfruchtanbau. Nach der Getreideernte im Sommer wird Hirse ausgesät und im November geerntet. „Mit der Biogasproduktion erzielen wir schon heute eine EBIT-Marge von über 20 Prozent. Dabei ist das Synergiepotenzial noch längst nicht ausgeschöpft“, so Siegfried Hofreiter. „In den kommenden Jahren wollen wir unter anderem den Anteil von Reststoffen und Zweitfrüchten von derzeit 30 auf deutlich über 50 Prozent erhöhen.“ Darüber hinaus wird züchterischer und technologischer Fortschritt die Effizienz erhöhen. Saatgutproduzenten arbeiten beispielsweise an neuen Energiepflanzen mit denen der Flächenbedarf reduziert werden kann. Auch im Gärprozess steckt noch erhebliches Potenzial.

Mit den neuen Anlagen in Flechtingen und Seelow wird im laufenden Jahr allein der Umsatz im Biogassegment um rund sieben Millionen Euro zulegen. Siegfried Hofreiter: „Damit haben wir schon jetzt die Grundlage für ein erfolgreiches Jahr 2010 geschaffen.“

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