KTG Agrar profitiert weiter vom Bio-Boom
Margen für 5.000 Tonnen Öko-Getreide auf dem Niveau des Rekordjahres 2008
Hamburg, den 04. März 2009 – Auch in wirtschaftliche schwierigen Zeiten möchten sich die Menschen gesund ernähren. Das ist das Fazit der „BioFach 2009“, der Weltleitmesse der Bio-Branche, die vom 17. bis 20. Februar in Nürnberg stattfand. Von diesem Trend profitiert ganz besonders die KTG Agrar AG, die auf einer Fläche von rund 10.000 Hektar ökologische Marktfrüchte anbaut. Das Landwirtschaftsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg hat auf der Messe von namhaften Bio-Lebensmittel-Produzenten Aufträge zur Lieferung von insgesamt 5.000 Tonnen Öko-Getreide aus der Erntesaison 2009/2010 erhalten. Das entspricht einem Wert von rund zwei Mio. Euro.
Der Bio-Markt in Deutschland wächst seit Jahren dynamisch. 2008 stieg das Volumen um rund zehn Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Das Wachstum hätte noch stärker sein können, doch die Rohstoffknappheit bremste den Markt. So wurden 2008 für ökologische Agrarrohstoffe Rekordpreise erzielt. „Zwar sind die Verkaufspreise mittlerweile wieder etwas zurückgegangen, unsere Kosten jedoch auch“, sagt Finanzvorstand Wolfgang Bläsi. „Daher liegt unsere Marge weiter auf dem Niveau des Vorjahres.“
KTG Agrar baut seit Mitte der 1990er Jahre Öko-Produkte an. Die Nachfrage von Verarbeitungsbetrieben und Lebensmittelunternehmen nach großen Mengen in gleichmäßig hoher Qualität ist groß. KTG Agrar kann diese Qualitätsanforderungen dank der großen Bewirtschaftungsflächen, der Spezialisierung auf Marktfrüchte und der standardisierten Anbaumethoden problemlos liefern. „Als wir vor fast 15 Jahren mit dem Anbau nach streng ökologischen Grundsätzen begonnen haben, wurden wir belächelt. Bio sei doch etwas fürs Reformhaus“, erinnert sich Vortandsvorsitzender Siegfried Hofreiter. „Aber wir sind hartnäckig geblieben. Das hat sich gelohnt. Heute sind Bio-Produkte auch aus Supermärkten nicht mehr wegzudenken.“
KTG Agrar erwartet, dass der ökologische Marktfruchtanbau weiter wächst. Hofreiter: „Noch immer sind nicht alle Produktgruppen erschlossen.“ So sind beispielsweise Öko-Fleisch und Molkereiprodukte im Handel nicht flächendeckend zu finden. Auch die Herkunft der Erzeugnisse spielt eine immer wichtigere Rolle. In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage in Deutschland stärker als die Anbauflächen. Entsprechend nahm der Import zu. Siegfried Hofreiter: „Bei Importen insbesondere aus Nicht-EU-Ländern kann die gewünschte Qualität der Produkte nicht immer gewährleistet werden. Deswegen schätzen unsere Kunden die Produktion vor Ort und das lückenlose Qualitätsmanagement.“ Aber nicht nur Deutschland, auch andere Länder der europäischen Union bieten hervorragende Wachstumschancen für KTG Agrar.



