Ackern für's Leben

KTG Agrar legt den Grundstein für einen Umsatzsprung in 2010

In Flechtingen hat die Errichtung einer 3,2 MW-Biogasanlage begonnen

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Hamburg, den 5. Oktober 2009 – Im Auftrag der KTG Agrar AG [ISIN: DE000A0DN1J4] hat in Flechtingen, Sachsen-Anhalt, der Bau einer Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 3,2 Megawatt (MW) begonnen. Als eines der führenden Landwirtschaftsunternehmen Europas will KTG die Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen. „Neben der ökologischen und konventionellen Landwirtschaft ist die Produktion von erneuerbarer Energie unser wichtiges drittes Standbein“, sagt Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar. „Aufgrund der gut planbaren Erlöse aus der Biogasproduktion können wir so schon heute einen Umsatzsprung für 2010 voraussagen.“ Insgesamt werden mehr als zwölf Millionen Euro am neuen Standort investiert und ab dem kommenden Jahr rund fünf Millionen Euro umgesetzt. KTG Agrar betreibt bereits Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt acht Megawatt. Bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres soll die aktuelle Kapazität fast verdoppelt werden. Damit wird sich auch der Jahresumsatz in diesem Segment im Vergleich zu den neun Millionen Euro in 2008 etwa verdoppeln, bei einer EBIT-Marge von mehr als 20 Prozent.

In Flechtingen wird das erzeugte Biogas über ein Mikrogasnetz vier moderne Blockheizkraftwerke antreiben. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Mit der Wärme werden die Schule und der Kindergarten von Flechtingen versorgt. Außerdem werden an das Nahwärmenetz rund 150 Haushalte und eine private Rehabilitationsklinik angeschlossen. „Dieses Projekt ist ein Meilenstein für unsere Stadt“, freut sich Dr. Dieter Schwarz, Bürgermeister von Flechtingen. „Wir schonen die Umwelt, reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen, schaffen sichere Arbeitsplätze und sichern uns eine günstige Wärmeversorgung.“ Die an das Nahwärmenetz angeschlossenen Abnehmer werden deutlich weniger zahlen als bisher für Gas oder Öl.

KTG Agrar setzt bei der Biogasproduktion auf sein integriertes Konzept. Die Einsatzstoffe werden in direkter Umgebung zu den Anlagen angebaut. Neben Energiemais werden auch Gras und Stroh verwendet. An Bedeutung gewinnt zudem die Hirse. Diese wird nach der Getreideernte im Sommer ausgesät und im November geerntet. Ein solcher Zweitfruchtanbau sorgt für erhebliche Synergien. Teure Erntemaschinen können wesentlich länger genutzt werden. Das erhöht die Rentabilität. Schon in wenigen Jahren soll der ganz überwiegende Teil der Einsatzstoffe für die Biogasproduktion aus Gras und Zweitfrüchten kommen. Siegfried Hofreiter: „Damit erübrigt sich auch die Frage, ob Agrarrohstoffe auf den Teller oder in den Tank gehören.“ Neben Flechtingen befindet sich bereits ein weiteres Biogasprojekt in ähnlicher Größenordnung kurz vor Baubeginn.

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