Ackern für's Leben

KTG Agrar geht mit elfter Biogasanlage ans Netz

Anlagenkapazität soll innerhalb von zwei Jahren verdoppelt werden

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Hamburg, den 08. Januar 2009 – Die KTG Agrar AG baut ihrenGeschäftsbereich Erneuerbare Energien aus: Im brandenburgischen Putlitz hat das börsennotierte Landwirtschaftsunternehmen aus Hamburg dieelfte Biogasanlage „angeworfen“. Die neue Anlage verfügt über eine elektrische Anschlussleistung von 700 Kilowatt und produziert so viel Strom, dass damit der Jahresbedarf von rund 4.000 Personen gedeckt werden kann.Die entstehende Wärme nutzt KTG Agrar für eigene Bürogebäude und für dieGetreidetrocknung. Außerdem baut das Unternehmen derzeit ein Nahwärmenetz. Wenn das fertig ist, werden rund 300 Einfamilienhäuser mit der günstigen und umweltfreundlichen Wärme aus der Biogasanlage von KTG Agrar versorgt.

KTG Agrar bewirtschaftet derzeit rund 25.000 Hektar Ackerland. Damit ist die Gesellschaft eines der größten Landwirtschaftsunternehmen Europas. Die elf Biogasanlagen von KTG Agrar verfügen über eine elektrische Leistung von insgesamt rund 7,5 Megawatt. Damit lassen sich rund 15.000 Haushalte rund um die Uhr mit Strom versorgen. Mit der Produktion von Strom und Wärme aus Biogas hat KTG Agrar 2007 begonnen. Innerhalb eines integrierten Konzepts werden die nachwachsenden Rohstoffe auf den eigenen Flächen und in direkter Umgebung der Biogasanlagen angebaut. Der bei der Biogasproduktion anfallende Gärrest wird als natürlicher Dünger wieder auf die Felder gefahren. Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar: „Für uns ist die Biogasproduktion eine ideale Ergänzung. Neben Maissilage verwenden wir Reststoffe wie Gras oder Stroh, die wir früher nicht nutzen konnten.“ Auch Hirse, die nach der Getreideernte im Sommer ausgesät und im November geerntet wird, setzt KTG Agrar ein. Ein solcher Zweitfruchtanbau sorgt in den landwirtschaftlichen Betrieben für erhebliche Synergien. So werden beispielsweise die Mähdrescher nicht mehr nur wenige Wochen im Jahr genutzt, sondern wesentlich länger. Das erhöht die Rentabilität. Auch auf die Qualität des Bodens wirkt sich die längere Bewirtschaftung positiv aus. So wird die Auswaschung von Nährstoffen aus brach liegenden Böden reduziert. Hofreiter: „Mit dem Zweitfruchtanbau erübrigt sich auch die Frage, ob Agrarrohstoffe auf den Teller oder in den Tank gehören.“

Für KTG Agrar ist die Erzeugung von Strom und Wärme neben der ökologischen und konventionellen Landwirtschaft ein wichtiges Standbein geworden. Sie liefert stabile Umsätze bei einer guten EBIT-Marge. Finanzvorstand Wolfgang Bläsi: „Der regelmäßige Kapitalfluss eröffnet uns wichtigen Spielraum. Wir können damit die in der Landwirtschaft typische Phase nach der Ernte, mit hohem Verkaufsdruck und niedrigem Preis, überbrücken.“ KTG Agrar will den Bereich der Energieerzeugung ausbauen und die Kapazität von derzeit 7,5 Megawatt in den nächsten zwei Jahren verdoppeln. Schon 2009 sollen Biogasanlagen mit einer Leistung von insgesamt mindestens drei Megawatt hinzukommen. Zwei Standorte befinden sich bereits in der Planungsphase.

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