Ackern für's Leben

KTG Agrar fährt gute Getreideernte ein

Steigende Preise für Agrarrohstoffe zum Jahresende 2008 erwartet  

-   Mehr als 50.000 Tonnen Getreide und Raps geerntet

-   70 Prozent der Ernte am Jahresanfang zu hohen Preisen verkauft

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Hamburg, den 20. August 2008 – Die KTG Agrar AG [ISIN: DE000A0DN1J4] hat rund 12.500 Hektar ihrer insgesamt rund 21.500 Hektar erfolgreich abgeerntet. In den vergangenen Wochen wurden in den ostdeutschen Bundesländern und Litauen mehr als 50.000 Tonnen Getreide und Raps eingefahren. Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar: „Mit der Ernte sind wir sehr zufrieden. Nachdem wir bereits zum Jahresbeginn, und damit zu deutlich höheren Preisen als aktuell, rund 70 Prozent verkauft haben, können wir nun mit der Auslieferung beginnen.“ Zum Abschluss der Saison 2008 wird auf den übrigen Hektar ab Mitte September noch ökologischer und konventioneller Mais sowie Hirse geerntet werden.

Insgesamt wurden 30.000 Tonnen konventionelles und 15.000 Tonnen ökologisches Getreide sowie 6.000 Tonnen konventioneller Raps eingefahren. Als eines der flächenstärksten Landwirtschaftunternehmen in Europa profitiert KTG Agrar von der regionalen Diversifikation. Dadurch wird nicht nur das Risiko von Ernteeinbußen durch regionale Witterungseinflüsse minimiert, sondern auch die Maschinenlaufleistung und damit -effizienz deutlich erhöht. So begann die Ernte Mitte Juli auf den südlichen Flächen bei Leipzig und wurde in Richtung Norden bis Anklam fortgesetzt. Nachdem die großen Schlüsselmaschinen wie Mähdrescher in Rügen auf die Fähre verladen und nach Litauen verschifft wurden, endet dort in dieser Woche die Ernte. Auf diese Weise erhöht KTG Agrar die Auslastung der Maschinen um bis zu 50 Prozent.

KTG Agrar blickt optimistisch in die Zukunft. Bei den derzeitigen sinkenden Preisen für Agrarrohstoffe sieht das Unternehmen keine nachhaltige Trendumkehr. Nachdem die Preise in 2007 und in den ersten Monaten des laufenden Jahres deutlich gestiegen sind, war ein Rückgang im Zuge einer zufriedenstellenden Ernte in den USA und Europa zu erwarten. An den fundamentalen Rahmenbedingungen, die zu langfristig steigenden Preisen führen, hat sich nichts geändert: Die steigende Weltbevölkerung, die Umstellung der Essgewohnheiten und der Trend zu Erneuerbaren Energien führen zu einer stetig steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen. Dem steht ein durch weltweit abnehmende landwirtschaftliche Nutzflächen und Klimawandel begrenztes Angebot gegenüber. Das hat dazu geführt, dass sich die Weltvorräte an Weizen und Mais in den vergangenen sieben Jahren halbiert haben. Aktuell hat auch der erhöhte Kapitalbedarf aufgrund der gestiegenen Preise für Düngemittel und Saatgut eine Relevanz. Dieser kann insbesondere von Landwirten in Osteuropa nicht mehr zwischenfinanziert werden.

Viele Produzenten werden daher einen großen Teil der Ernte aus wirtschaftlichen oder logistischen Gründen schon in den kommenden Wochen verkaufen. Mit nachlassendem Verkaufsdruck erwartet KTG Agrar zum Jahresende 2008 wieder steigende Agrarrohstoffpreise. Die Erlöse aus den Verträgen, die bereits Anfang diesen Jahres abgeschlossen wurden, die solide Finanzkraft sowie die großen Lagerkapazitäten erlauben es der Gesellschaft, die restliche Ernte zunächst zu lagern und erst bei steigenden Preisen zu verkaufen. Siegfried Hofreiter: „In unserer saisonalen Branche sind volatile Preise üblich. Entscheidend ist, wann man verkauft.“ Insgesamt plant KTG Agrar im laufenden Jahr das dynamische Wachstum fortzusetzen und dabei die EBIT-Marge deutlich zu steigern. Mit der bisherigen Entwicklung liegt die Gesellschaft voll im Plan.

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